Sehenwürdigkeiten - Geiß-Nidda - Stadtteil von Nidda

Update 25.05.2018
Wir haben heute es ist Uhr
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Das Schwalbenhaus

.

Im Winter 2008/2009 wurde die Idee geboren, in Geiß-Nidda ein Schwalbenhaus aufzustellen. Nach Verhandlungen mit dem Ortsbeirat Geiß-Nidda und dem Magistrat der Stadt Nidda über einen möglichen Standort auf städtischem Gelände wurde beschlossen, das Schwalbenhaus „Am Weinberg“ in der Nähe des Fußweges aufzustellen.

Die Stadt Nidda erklärte sich spontan bereit, die Aushubarbeiten für das Fundament vorzunehmen. Danach wurde ein Stahlmast von der Natur- und Vogelschutzgruppe gesetzt, der von der Firma Lupp kostenlos mit Beton bei gegossen wurde.

Am 9. Mai war es endlich soweit, das Schwalbenhaus aufzustellen. Der ortsansässige Steinmetzbetrieb Merz erklärte sich sofort bereit, das Schalbenhaus mit seinem Kranwagen auf den Stahlmast aufzusetzen, denn immerhin wiegt die ganze Konstruktion ca. ½ Tonne.

Grundgedanke für die Aufstellung eines solchen Schwalbenhauses war, den Mehlschwalben geeignete Nistmöglichkeiten bereitzustellen, denn durch die versiegelten Straßen und Wege besteht für diese Vögel kaum die Möglichkeit, geeignetes Nistmaterial in Form von feuchtem Lehm und Erde aufzunehmen um eigene Nester zu bauen. Da Schwalben gerne in Kolonien brüten, ist dieses Schwalbenhaus mit seinen 48 künstlichen Nestern die ideale Form der Nisthilfe.

Eine eigens angebrachte Informationstafel erläutert dem Interessierten weitere Hintergründe für ein solches Schwalbenhaus.

Das Schwalbenhaus in Geiß-Nidda wurde unserem verdienten Vereinsmitglied Erich Müller gewidmet, als Dank und Anerkennung für seine über 30 Jahre geleistete Arbeit in der Natur- und Vogelschutzgruppe.

Bereits wenige Tage nach der Aufstellung des Schwalbenhauses konnten die ersten Schwalben beobachtet werden, die in den künstlichen Nestern ihre Wochenstuben eingerichtet hatten. Insgesamt wurden ca. 10 Paare festgestellt, die das neue Domizil bezogen haben. Für den Anfang ein ganz toller Erfolg – jedoch wünschen wir uns für das nächste Jahr, dass noch mehr Schwalbenpaare die neuen Eigentums-Wohnungen annehmen.

Schwalbenfreundliches Geiß-Nidda

Dank der guten Bedingungen im Dorf und in der Umgebung leben seit Jahrhunderten Schwalben in Geiß-Nidda.
Die Luft ist rein, es gibt genug Insekten, eine unverbaute Umgebung und seit Jahren viele Hausbesitzer, die insgesamt ca. 100 Nisthilfen für Schwalben unter ihren Dächern angebracht haben. Zusätzlich wurde 2009 das Schwalbenhaus zu Ehren von Erich Müller, dem sehr engagierten Naturschützer und langjährigen Ehrenmitglied der Natur- und Vogelschutzgruppe Geiß-Nidda, Am Weinberg aufgestellt.
Das zeigt gute Ergebnisse. Obwohl das Frühjahr 2016 und vor allem die Monate Mai und Juni durch kühles und vor allem sehr nasses Wetter geprägt waren, kann sich der Bruterfolg sehen lassen.
Am 30. August 2016, kurz vor dem Abflug der meisten Schwalben, versammelten sich auf Stromleitungen über den Straßen ca. 200 Schwalben, hinzu kamen ca. 100, die sich in der Luft befanden. Wenn wir noch einmal ca. 50 Schwalben hinzurechnen, die sich an anderen Enden des Ortes aufhielten, so kommen insgesamt ca. 350 Mehlschwalben für das Jahr 2016 zusammen. Dies ist die höchste Anzahl der vergangenen vier Jahre.

Im Herbst befinden sich viele „unserer“ Schwalben bereits im Mittelmeer-Gebiet und sammeln sich dort, um über Italien, die Inseln Korsika, Sardinien, Sizilien und Malta das Meer in Richtung Afrika zu überqueren. Wir wünschen ihnen eine gute und vor allem sichere Reise und hoffen auf ihre Rückkehr im April des kommenden Jahres. Geiß-Nidda wartet auf sie.
Naturdenkmäler
3 Naturdenkmäler sind in der Gemarkung Geiß-Nidda beheimatet.

Im alten Ortsmittelpunkt am Backhaus und ehemaligem Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchturm steht eine Winterlinde = Lindenbaum. Diese wird auch als Friedenslinde bezeichnet und wurde 1870/71 gepflanzt. Der Platz unter der Linde wird für örtliche Veranstaltungen gerne genutzt. Er wurde 1990/1991 neu hergerichtet und mit einer Sitzgelegenheit bestückt. Auf einem Schild am Sockel der Bank ist zu lesen, dass damit an die Wiedervereinigung im Jahre 1990 erinnert werden soll. Durch die Lage am Radweg R 4 wird die Sitzgelegenheit gerne als Ruheplatz genutzt.
Ein weiteres Naturdenkmal liegt ebenfalls am Radweg R 4 in der Gemarkung Schleifeld, die Schleifelder Eiche. Sie soll ungefähr 600 Jahre alt sein und konnte durch den Arbeitseinsatz der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gerettet werden.
Ein Hinweisschild gibt dazu Auskunft.
Das dritte Naturdenkmal ist die Blutbuche am Friedhof Geiß-Nidda.
Dazu gibt es leider keine weiteren Informationen.
© 2018, Geiß-Nidda, Alle Rechte vorbehalten.
erstellt
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü